fotorealistische Zeichnung, Grafik, Bleistiftzeichnung,

Du legst meinen Wert nicht fest!

Lack, Dispersionsfarbe, Bleistift auf Leinwand

40 x 30 cm, 2017

Es nagt an einem, dass der Chef einem die Aufgabe nicht zutraut. Seine kritischen Worte hallen nach. Das Feierabendbier wird zum Tröster und Frust-Ausgleich, weil das wiederholte Versagen den Selbstwert zermürbt.

»Das war ja klar. Wusste ich’s doch, dass du das nicht schaffst« Die Rüge seiner Mutter setzt dem Teenager zu. Was er nicht zeigt. Die hängenden Schultern verraten ihn. Ebenso die Flucht in virtuelle Welten.

Das saß. Sie hat ohnehin Mühe mit ihrem Äußeren. Ihre Figur bekommt sie seit Monaten nicht in den Griff. Aber das er sich nach all den Jahren auf diese Weise von ihr trennen musste, … es tut weh. Bei erneutem Blick in den Spiegel schleudern sich seine vielen hässlichen Worte ihr wiederholt entgegen.

Das Mädchen auf dem Bild reagiert anders. Die Stimmen von außen haben nicht die Macht ihren Wert zu bestimmen. Sie hat beschlossen, dass es wichtiger ist, was ihr Schöpfer über sie denkt. Er legt ihren Wert fest. Ihr Anker in seinen Aussagen ist so stark, dass sie über üble Nachrede oder andere böse Worte kichern kann.

Vieles an unglaublicher Wertschätzung vermittelt uns unser Schöpfer über die Bibel. Entdecken Sie selbst.

 

 

fotorealistische Zeichnung, Grafik, Bleistiftzeichnung,

unwirtschaftlich

Acryl, Dispersionsfarbe, Bleistift (3H, 2H, HB, 3B), Absperrband auf Leinwand

30 x 60 cm, 2017

Im ganzen Viertel kein Café mit Kinderecke. 

Ungeduld in der Supermarktschlange, wenn die zittrige Hand der betagten Kundin, nach den entsprechenden Münzen sucht.

Das Abstellen von Kinderwägen ist im Hausflur untersagt. 

Verbale Aggression und Vernachlässigung gegenüber der pflegebedürftigen 75-jährigen, die zu Hause betreut wird

»Unwirtschaftlich« sagt der Geist der Welt über sehr Junge und sehr Alte. Der Geist Gottes hingegen: Kinder seien ein Segen, wir sollen die Alten achten und von ihnen lernen. Der Geist der Welt grenzt sie aus, sperrt die zärtliche Szene mit gelb-schwarzem Absperrband ab, weil das, was von ihr ausgeht seine menschenverachtende Wirtschaftlichkeit bedroht.

Hinter dem Absperrband finden wir die Werte Gottes, und diejenigen, die weder seine Werte noch seinen Herrschaftsanspruch aus ihrem Leben ausgrenzen, sondern es darauf gründen. Ihr Lebensstil fußt auf der Treue Gottes, welche der grüne Farbton, auf den die gezeichnete Szene gebettet ist, symbolisiert: Niemand, der sich auf der Seite Gottes befindet, kann aus der Verbindung zum Schöpfer getrennt werden. Hier sammelt sich das Volk Gottes, in dem Reifes und Unreifes an einem Strang ziehen und die Haltung einnimmt: wir achten aufeinander, damit niemand abfalle.

Unter dem aufgekratzten Grün kommt Reinheit (weiße Farbe) und Heiligkeit (goldene Farbe) hervor –Wesenszüge Gottes, mit denen er die beschenkt, die sein Angebot der Wiedergeburt in Anspruch nehmen. Durch das Aufkratzen wurde Verborgenes sichtbar gemacht. Der Gott, der ins Verborgene sieht, zeigt denen, die ihm treu sind, die er seine Freunde und sein Volk nennen kann, was in ihm verborgen ist. Eine gigantische Zusage.

Gemäß Hebräer 10,23-25 eine Botschaft an seine Heiligen: Lasst uns Jesus Christus voller Vertrauen treu nachfolgen und uns mit unserem ganzen Lebensgewicht auf seine Zusagen stellen, die uns auf dem Weg mit dem nötigen Durchhaltevermögen versorgen. Lasst uns aufeinander Acht haben und uns gegenseitig dazu anspornen, einander Liebe zu erweisen und Gutes zu tun. Das gemeinschaftliche Zusammensein an Gottes Thron lasst uns pflegen – ganz besonders, weil die Wiederkunft unseres Königs naht.

 

fotorealistische Zeichnung, Grafik, Bleistiftzeichnung,

tesoro mio (mein Schatz)

»Ich habe dich von jeher getragen und ich trage dich bis ins Alter.« Gott in Jesaja 46,4

Dispersionsfarbe, Bleistift (3H, 2H, HB, 2B), Buntstift auf Leinwand, 100 x 120 cm, 2017

Welcher Mann wünscht sich, dass seine Frau ihn aus Angst, Schuld- und Pflichtgefühl liebt? Keiner, der noch bei klarem Verstand ist. Genauso verhält es sich mit Jesus. Er sehnt sich danach, dass Sie ihn aus freiem Herzen lieben, zusammen mit anderen, die auch zu seiner Braut gehören.

Die Braut ist im Neuen Testament eine Beschreibung für die Gemeinde Jesu: Menschen, die Jesus nachfolgen und gemeinschaftlich sein Wesen zum Ausdruck bringen. 

 

 

 

fotorealistische Zeichnung, Grafik, Bleistiftzeichnung, gezeichnetes Liebespaar,

one (eins)

»Ich gehöre meinem Geliebten; und ich bin es, nach der er sich sehnt.« Hohelied 7,11

Dispersionsfarbe, Buntstift & Bleistift (2H, HB) auf Leinwand, 120 x 100 cm, 2017

Männer wie Frauen können das unbändige, verwegene Vertrauen erfahren, das da wächst, wo wir den Gott von Jesus Christus näher kennen lernen. Die gewaltige Liebe Gottes, sein wildes Verlangen übertrifft unsere größten Sehnsüchte, unsere Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit, unsere Rechtschaffenheit oder Verruchtheit und lässt sich weder mit honigsüßen Worten noch sanfter Überredungskunst eindämmen. Es lässt sich nicht zähmen, einsperren, gefangen nehmen, stubenrein, tempelrein oder kirchentauglich machen.

Einheit - ein explosives Wort. Die kühne Metapher von Jesus als dem Bräutigam legt nahe, dass der lebendige Gott mehr als nur eine innige Beziehung zu uns sucht.

»Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.« 1. Johannes 5,11,12 (Schlachter 2000)

Als Gott Leben in Adam hauchte, wurde Adam physisch und spirituell lebendig, denn seine Seele lebte in Einheit mit Gott - WOW. Wir wurden nie geschaffen, um unabhängig von Gott oder getrennt von ihm zu leben. Jeder Mensch kam in Existenz, um geistlich lebendig zu sein: das heißt um in Abhängigkeit zum Schöpfer das Leben zu genießen, es auszukosten.
Für einen Christen bedeutet spirituell lebendig zu sein, in Einheit mit und Abhängigkeit zu Gott zu leben. Dieses Konzept wird in der Bibel anhand der Aussage »in Christus« 
wiederkehrend präsentiert. In Christus zu sein ist das Thema des Neuen Testamentes. Genau wie Adam wurde jeder von uns geschaffen um in Einheit mit Gott zu kommen. Aber Adam sündigte und die Verbundenheit mit seinem Schöpfer war zerstört - unsere damit ebenso. Es ist Gottes ewiger Plan die Menschheit zurück an sein Herz zu führen und die innige Gemeinschaft, die Adam mit ihm leben konnte, wiederherzustellen. Diese wiederhergestellte Einheit, die wir in Christus finden, macht die Essenz unserer Identität aus.

 

 

Kunst, fotorealistische Zeichnung, Grafik, Bleistiftzeichnung, gezeichnetes Original, Unikat

Ist das wahr?

Untertitel: »Für Eile habe ich keine Zeit«

Dispersionsfarbe & Bleistift auf Leinwand, 60 x 60 cm, 2016

Pastos aufgetragene Farbe, eingetrocknete Farbbrocken: der Fond ist unwegsam und bewegt – keine einfache Aufgabe nach dem Motto »Für Eile habe ich keine Zeit« zu leben. Das Leben ist bewegt, voller Dynamik, Anforderung vielleicht auch Hetze.

Die erschrocken schauende Figur behauptet sie habe für Eile keine Zeit. Ihr Gesicht ist voller Anspannung: sie eilt weiter. Dieses nicht Reflektierte, nicht Innehalten. Das Übersättigte.

Vegetiert die Gesellschaft maskenhaft und unreflektiert dahin? Funktioniert sie einfach? Lebenssweisheiten und –ratgeber: Ja!  Dennoch Überforderung. Dennoch Hetze. Das Leben rattert in seinem Tempo weiter. Das Tempo nimmt zu. Zwischendrin wird maskenhaft ausgerufen: »Entschleunigung – JA!« Die Dynamik reißt weiter mit. 

Es wäre weise die Hilfe eines Größeren – die Hilfe Gottes – in Anspruch zu nehmen, um nicht selbst dem beschleunigten Lebensstil, dem Geist der Hetze, zu unterliegen.

 

 

 

fotorealistische Zeichnung mit illustrativen Elementen, Illustration, Grafik, Zeichnung auf Holz, Bleistiftzeichnung

schwereloser Tanz

Bleistift (B2, B5) auf Furnierplatte Pappel, 78 x 97 cm, 2015


Die trinitarische Gemeinschaft von Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiligem Geist bildet die Lebensquelle der Gemeinde. Wir dürfen und sollen Teil haben an Gottes gemeinschaftlichem Leben, dem Dreieinigkeits-Tanz.

Das Haupt der Frau ist nicht fotorealistisch gezeichnet: die neue christusgemäße Identität wurde noch nicht vollständig ergriffen. 
Auf dem Weg in die goldene Stadt, das neue Jerusalem, in die Gott seine heilige Nation aus allen Völkern sammelt (vgl. Offb 7,9) - in die Stadt gelangt, wer ihr entspricht, wer sich mit ihr identifiziert. Kompatibel mit ihr werden bedeutet Verwandlung zulassen.
Diese Stadt ist eine Braut (vgl. Offb 21,1-2). Sind wir nicht in den Bund mit Gott eingetreten - in Liebe und Wahrheit - erreichen wir nicht das Ziel der Sammlung: die große Hochzeit in der ewigen Stadt, wo wir die vollständige Einheit wiedergewinnen, die durch die Sünde zerstört worden ist.

Die Füße der Frau sind nicht fotorealistisch gezeichnet: sie trägt die Bereitschaft, die aus der Guten Nachricht des Friedens kommt, noch nicht (Vgl. Eph 6,15 "Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens").

 

 

 

 

fotorealistische Zeichnung, Buntstift, Tischlerplatte als Malgrund, Grafik

Mr. Right

Buntstift auf Tischlerplatte, 80 x 120 cm, 2015

Eine Holzplatte mit Maserung, auf der die Grafik zart aufgebracht ist, so dass die wellige Musterung durchscheint: dadurch wird der Eindruck hervorgerufen, die Zeichnung könnte von Wasser durchzogen sein, ein leicht psychedelischer Effekt oder eine Art Traumbild entstehen. Diese Störung legt nahe: es geht nicht um die reine Abbildung einer Situation oder des Außens – dazu wäre ein neutraler Malgrund nötig. Hier wird eine Fiktion, ein Wunschbild, ein Blick ins Innere visualisiert. Die Fantasie einer Frau. Die Sehnsucht nach ihrem Mr. Right. Nur hat dieser kein Gesicht.

Auf den ersten Blick ein inniger Moment zwischen ihr und ihm, Zärtlichkeit und Hingabe.  Eine gelöste Situation. Ausgelassenheit. Konfetti: man kann miteinander Spaß haben und feiern. Der Hintergrund: rosa-rot. Sie ignoriert seine Gesichtslosigkeit, als wolle sie den Moment festhalten, sich in Hingabe zu ihm wegwerfen, ihn und die erlebte Zärtlichkeit vergötternd. Das alles auf rosa-roter Plattform, die Sicht durch die rosa-rote Brille: gewählte Blindheit.

Die Frau hat ihre Maske hochgeschoben:  sie ist bereit für ein maskenfreies Miteinander, will sich ihm mit allem, was sie ausmacht zeigen – auch die schambehafteten, schmerzhaften Anteile, die man zu verstecken neigt; Partnerschaft, die über oberflächliche Begegnungen hinausgeht, wäre mit ihr möglich.
Ihr goldenes Oberteil: sie weiß um ihren Wert, hat ein intaktes Selbstbewusstsein statt Minderwert, ein Identitätsbewusstsein, das nötig ist, um erfüllende Partnerschaft leben zu können, bringt sie mit. Partnerin sein können statt Parasitin oder Bedürftige. Trotzdem vergöttert sie, lebt nicht Augenhöhe, nicht Partnerschaft.

Der Traumprinz hat eine Krone auf: ein überzogenes  Ideal – er hat zu viel zu erfüllen und zu viel sein. Und er hat kein Gesicht, weil das Ideal unerreichbar ist. Ihre überzogene Erwartungshaltung verhindert Partnerschaft. Mr. Right kann ohne einen Haltungswechsel ihrerseits nie Gesicht bekommen.

 

 

Ich schließe die Ehe mit Dir

»Ich schließe die Ehe mit Dir« und »für alle Zeiten«

2er-Serie: »Ich schließe die Ehe mit Dir«

Bleistift auf goldenem Tonpapier, Din A 4, 2015

»Ich schließe die Ehe mit dir für alle Zeiten; mein Brautgeschenk für dich sind meine Hilfe und mein Schutz, meine Liebe, mein Erbarmen und meine unwandelbare Treue. Du wirst erkennen, wer ich bin – ich, der Herr.«
Bibel, Hosea 2, 21+22, Übersetzung: Gute Nachricht Bibel.

Es geht um eine wertvolle Botschaft, daher die hochwertige Rahmung und die Zeichnung auf goldenem Tonpapier. Im aufgedruckten Bibelvers sagt Gott einem Menschen, der ihm vertraut, den Ehebund zu – ein Bund des Schutzes und der Versorgung.

Motiv 1 mit dem Titel: »Ich schließe die Ehe mir dir«.
Zur Symbolik des tanzenden Paares: Vertrautheit, Intimität, gemeinsame Sprache, gegenseitige Ergänzung, aufeinander eingespielt sein, zwei »funktionieren« miteinander sonst könnten sie nicht harmonisch miteinander tanzen, Nähe, Schutz geben und Schutz nehmen, Augenhöhe, sich anlehnen, aufeinander einlassen.

Motiv 2 mit dem Titel: »für alle Zeiten«. 

Zur Symbolik des Kusses eines sehr alten Herrn auf die Hand einer sehr alten Dame: Würde, Respekt; der Bund, den Gott zusagt gilt für alle Zeiten.

Auch die Rahmung ohne Passepartout in weiß lackierten Barock-Holzrahmen ist von Bedeutung: Weiß die Hochzeitsfarbe, weiß die Farbe der Reinheit. Die Charakteristika des Barockrahmens sind, dass er kunstvoll und reich verziert ist sowie detaillreiche Ornamente aufweist. Im Barock (1575 – 1770) wurden vorwiegend goldene Rahmen verwendet, die Macht und Reichtum repräsentieren sollten und seiner Zeit nur dem Adel bzw. wohlhabenden Menschen zugänglich waren. 

Üblicherweise rahmen Paare ihre Hochzeitsfotos ohne Passepartout. So auch hier, denn nicht die Zeichnungen an sich sollen im Fokus stehen (was der Fall wäre, wenn diese Grafiken klassisch im Passepartout gerahmt wären), sondern ihre Botschaft.

 

 

Das Leben muss etwas bedeuten

»kindliche Freude« und »gereifte Freude«, 2er-Serie: »das Leben muss etwas bedeuten«

Bleistift auf Papier, 42 x 59,5 cm, 2014

Der Schrei nach sättigendem Leben! Ein Leben das zufrieden stellt.

Empfinde ich mein Leben als lebenswert? Bin ich der Sklave meiner Lebensumstände oder kann ich zufrieden sein, obwohl die Lebenssituation nicht meinen Wünschen entspricht? Kann ich trotz erschwerter Lebensbedingungen, unerfüllter Lebensträume oder anderen Abstrichen an meinen idealen Lebensvorstellungen glücklich sein?

Das Leben muss etwas bedeuten!

Oft ist das, was wir nach außen hin zeigen, eine falsche Fassade. Konstruiert, um zu verschleiern, wer wir wirklich sind, und um unseren geheimen Schmerz über unsere Identität, unseren Seelenzustand, unsere Komplexe und Unzufriedenheiten zu verdecken. Wir meinen, wenn wir nur attraktiv genug erscheinen oder viel leisten oder einen gewissen Status genießen, dann ist mit unserem Innenleben auch alles in Ordnung. Glück und Zufriedenheit wird gleichgesetzt mit gutem Aussehen, Beziehungen zu einflussreichen Menschen, einer tollen Partnerschaft, dem richtigen Job und finanzieller Freiheit. Doch die Erfahrung widerspricht: All die Güter und die Stellung, die wir je erweben können, Schönheit, etc. summieren sich nicht zu einer ganzheitlichen Persönlichkeit.

Jesus in der Bibel: »Wer den Fokus auf sich selbst richtet, wird nicht in Einklang mit sich kommen. Aber wer statt seinen Ego zum Fokus zu haben den Fokus auf mich richtet, wird beides finden: sich selbst und mich.« (»If your first concern is to look after yourself, you’ll never find yourself. But if you forget about yourself and look to me, you’ll find both yourself and me.« Matthäus 10,39, Übersetzung: Eugen Peterson.)

Glaubt man Jesus, dann hat jeder Mensch genau die gleiche Chance auf ein sinnvolles Leben. Weil Ganzheitlichkeit und Sinn im Leben nicht das Ergebnis von dem sind, was wir haben oder nicht haben beziehungsweise getan oder nicht getan haben. Neues Leben, neue  Identität in Jesus Christus als Schlüssel zu Ganzheitlichkeit und Bedeutung.

 

 

im Todesschatten

Polyptychon: »im Todesschatten – lass uns bedenken, dass wir sterben müssen,

auf dass wir klug werden«

Bleistift auf Papier, je 31,5 x 32,6 cm, 2013

Zwei Portraits – eine junge Frau, eine alte Frau – zeigen bedrückte Gesichter, beladen, trauer- und sorgenvollen Ausdrucks. Der Bildträger ist an den Rändern eingerissen und gibt den Untergrund preis: eine einfache Grobspanplatte. Die Rahmung ebenso aus unbehandelter Grobspanplatte. Demgegenüber stehen zwei weitere Portraits, jung und alt, von zwei Glücklichen voller Lebensenergie. Wieder ist ist der Rand des Malgrundes eingerissen. Hier legt er goldfarbenen Untergrund offen. So auch die Rahmung: goldfarben. Der OSB-Platten- bzw. goldige Untergrund steht dafür worauf die jeweilige Person ihr Leben gebaut hat.

Jesus in der Bibel: »Wer auf mich hört und danach handelt, ist klug und handelt wie ein Mann, der ein Haus auf massiven Fels baut. Auch wenn der Regen in Sturzbächen vom Himmel rauscht, das Wasser über die Ufer tritt und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es nicht einstürzen, weil es auf Fels gebaut ist. Doch wer auf mich hört und nicht danach handelt, ist ein Dummkopf; er ist wie ein Mann, der ein Haus auf Sand baut. Wenn der Regen und das Hochwasser kommen und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es mit Getöse einstürzen.« Matthäus 7, 24-27, Übersetzung: Neues Leben.

Der Leitvers der Arbeit: »Teach us to realize how short our lives are, that we may apply our hearts unto wisdom. / Mach uns bewusst, wie kurz unser Leben ist, damit Weisheit in unser Herz einzieht.« Bibel, Psalm 90,12, Übersetzung: Eugen Peterson.

Was alle Menschen – jung wie alt – miteinander verbindet ist, dass wir im Todesschatten leben: der Tod ist für uns alle unausweichlich. Die Bibel beschreibt unser jetziges Leben als einzige Zeit, in der man Lebensqualität nach dem Tod sicherstellen kann.

 

 

Das Kunstwerk zeigt verschiedene Motive auf verschiedenen Ebenen. Zu sehen sind u.a. eine Tänzerin, ein fliegender Adler, eine sich küssendes Liebespaar, stilisierte Rosenblüten. Themen der Arbeit: Hingabe, lebenwerstes Leben, sinnvolles Leben, Beziehung zu Gott, Verbindung zum Schöpfer, Jesus nachfolgen, Berufung, Leidenschaft, Herzensmotivationen. Was macht mein Leben aus?

voller Würde

Auftragsarbeit, Acryl & Bleistift auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2012

Über Illustrationen wurde eine Frau auf mich aufmerksam. Vor geraumer Zeit hatte Jesus ihr gesagt, dass sie in Zukunft eine 100 x 100 cm Leinwand bemalen lassen solle. Das Bild würde zu ihr sprechen. Zu ihrem Herzen. Es würde ein Bild werden, welches Intimes von ihm zu ihr kommunizieren würde. Jesus erklärte außerdem, dass sie, sobald es so weit wäre, genau wissen würde, wer ihr dieses Bild malen solle. Als die Frau Buchillustrationen von mir sah, wusste sie, dass sie mich bitten solle, dieses Bild anzufertigen. Meine Vorgaben waren: »Leinwand im Format 100 x 100 cm; ein Bild, durch das Gott reden möchte«

Über diesen Auftrag war ich total begeistert. Ich fühlte mich geehrt. Bald darauf reagierte ich allerdings überfordert. Ich kam mir vor, als müsste ich übermenschliches leisten. Mehr und mehr war ich mal-technisch zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich heulte mich verzweifelt bei Jesus aus. Er erinnerte mich an etwas Grundsätzliches: »nimm die kleinen Impulse, die du von mir empfängst und handel mit ihnen.«

Mir wurde klar: Mein Part war lediglich, mich mit Jesus auszutauschen und die Impulse, die kommen würden, umzusetzen. Ich hatte mich überfordert gefühlt, weil ich in folgenden Fehlbeurteilungen fest hing: ich dachte zum einen, aus mir selbst heraus ein wahnsinnig tiefgründiges Meisterwerk schaffen zu müssen. Zum anderen verstand ich es als meine Verantwortung sicherzustellen, dass Gott tatsächlich durch dieses Bild reden würde. Damit nicht genug. Ich meinte auch noch die Qualität seines Redens absichern zu müssen. Aber sowas kann kein Mensch! Ich hatte den Teil übernehmen wollen, für den ausschließlich der Heilige Geist zuständig ist. Es war überhaupt nicht meine Aufgabe abzusichern, was und wie tief er später durch das Bild kommunizieren würde. Es war auch nicht meine Aufgabe zu kontrollieren, ob der Heilige Geist mir die richtigen Impulse schicken würde. All das war und ist seine Aufgabe.

Wiedereinmal ging es um Abhängigkeit. Um Beziehung. Das Bild sollte nicht losgelöst von Gott enstehen, sondern im Gegenteil: in gemeinsamer Erarbeitung. Diese Erkenntnis setzte mich frei.

Zu der Entstehungsgeschichte dieses Werkes gibt es einiges zu sagen. Hier nur soviel: Sie war für mich wie eine Reise voller Höhen und Tiefen, auf der ich Gott weiter kennen lernte und vieles über mich selbst herausfand.

 

 

 

Illustration, Zeichnung, Grafik. Thema: Trost in sich selbst suchend, Einsamkeit, Depression, Schmerz, Selbstmitleid.

grief and pain (tiefe Trauer und Schmerz)

Bleistift & Buntstift auf Papier, 60 x 42 cm, 2012

Vieles, was mir oft Freude bereitet, kann ich nicht mehr ertragen. Ein trüber Schleier der Leblosigkeit überlagert meinen Alltag. Das läuft subtil ab. Meinen Zustand kann ich nicht greifen. Ich gebe mich normal. Ich spüre, dass ich es nicht bin. Eine Zerrissenheit, die sich nicht nur vor Außenstehenden, sondern auch vor mir selbst in meinem inneren Menschen verbirgt. Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Ich verstehe das nicht. Mir geht es doch gut!

Oder? 

Würde ich gefragt werden: »was ist mit dir?«, könnte ich nur »alles OK« antworten, weil ich keinen Zugang zu dem finde, was sich unter der Oberfläche in mir bewegt. Auch diese Beschreibung kann ich erst im Nachhinein formulieren. 

Völlig überraschend bekomme ich eine Mail meiner geistlichen Schwester Christine: »... Gestern Abend im Gebet habe ich dich gesehen, wie du auf der kleinen Insel (prophetisches Bild von Dir) zusammengerollt auf der Seite gelegen bist, in Embryostellung, einerseits schutzbedürftig andererseits aber auch irgendwie eingekauert und isoliert, so als würdest du dich gerne in dich selbst zurückziehen und deine Ruhe haben wollen.
Dann habe ich dich mit SEINEN AUGEN gesehen: Er hat dich zu sich gezogen, fest umarmt, dich mit seiner überströmenden Liebe umhüllt und du konntest auftanken, dich in seinen Armen entspannen, dich langsam wieder im Vertrauen »aufrollen«, wieder öffnen. Zum Schluss bist du zufrieden und freudig entspannt auf der Insel gelegen, im Sand, ausgestreckt und glücklich. Wenn du wolltest konntest du auch einfach aufspringen und baden gehen. In seiner Liebe!!!! Ein super erfrischendes, belebendes Bad, einfach weil du dich erinnern darfst, dass er dich hält, dich schützend umgibt. Du darfst jederzeit  in sein lebendiges Wasser eintauchen, dich erfrischen und danach in seinem wärmendem Licht dich sonnen. Klingt fast wie im Bilderbuch, kindlich ... aber ich konnte seine Liebe für dich so sehr spüren und geradezu in diesen Bildern sehen, so dass ich selbst ganz berührt davon war. ...«

Ihre Mail gibt mir endlich Worte für meinen Zustand! Ja, das stimmt, gestehe ich mir ein: ich möchte mich nur noch in mir verkriechen. Genau so ist es! Das Außen ist mir zuviel: Eindrücke, Begegnungen, ... alles tut weh. Ich suche Schutz in mir und kapsel mich dadurch von Allem ab. Und der subtile Schmerz bleibt. Die Aussicht, die mir Christines prophetischer Eindruck aufzeigt, löst allen Druck: »Trost von Menschen kann ich gerade nicht nehmen? Mir tut alles weh? Gottes Trost ist da! Ich kann mich bei ihm bergen  sein Trost wird die Kämpfe und Schmerzen in mir in einen umarmenden Frieden einhüllen und mich wieder so weit stabilisieren, dass ich mich dem Leben wieder öffnen kann.«

Das Bild symbolisiert, wie ich mich in mir selbst zurückziehe, von dem Leben, das mir so weh tut, Rückzug suche, aber weder Klärung noch Entlastung in mir finde. Dies ist der Trost, den ich in mir suche  eine Suche, die zum Scheitern verurteilt ist. Ein weiteres Bild wird folgen, in dem ich darstelle, wie ich mich bei meinem göttlichen Vater in seinem Trost berge, und von dort aus wieder lebensfähig werde.

 

 

 

Illustration, Zeichnung, Grafik. Thema: Leben, Überwinden von Krisen, Lebenskrise durchstehen, Zusammenbruch, Aufstrehen, Not, neuer Lebensmut.

wenn die Seele nichts mehr bewegt

Serie: »Freiheit & intensives Leben«

Bleistift, Buntstift & Edding auf Papier, 70 x 100 cm, 2009


Wenn nichts die Seele mehr bewegt sich zu bewegen,
wenn Leben nichts mehr ist als Asche nach der Glut,
wenn ich mich kaum entsinne,
das mein Herz einst lebte, liebte, sehnte, sich verzehrte –
dann sei mir du, der du bist wie du bist,
der Erste,
sei Ruf vor einer Antwort meiner Liebe,
und weck in mir Furcht, Hoffnung und Verlangen
ohne Grenzen.

George MacDonald, 
The Diary of an Old Soul, 
A Book of Strife in the Form of the Diary of an Old Soul,
1880, Kapitel 10