gewahr werden

Mixed Media; Acryl, Lack, Autolack & Marker auf Leinwand, 30 x 60 cm, 2016


Verlorener Reichtum. Verlorene Schätze. Wach werden. »Gewahr werden« was Gott für mich ist, was er getan hat, sein Königreich, der Heilige Geist, seine Errettung, er in uns und wir in ihm. 

Baum des Lebens. Farbgebung grün – viel Leben. Blüten direkt am Stamm – enge Verbundenheit. Wachstum. Leben. Erfüllt-sein von IHM. Ein Baum mit festen Wurzeln, im Fundament gegründet.

Blindheit:
Die leicht umstrickende Sünde, die blind macht: 
Hebräer 3,13 »...damit niemand unter euch sich von der Sünde betrügen lässt und sich dadurch dem Wirken Gottes verschließt.«; Hebräer 12,1-2 »... Deshalb wollen auch wir – wie Läufer bei einem Wettkampf – mit aller Ausdauer dem Ziel entgegenlaufen. Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, uns von der Sünde trennen, die uns so leicht gefangen nimmt, und unseren Blick auf Jesus richten, den Wegbereiter des Glaubens, der uns ans Ziel vorausgegangen ist.«
Noch sehen wir durch einen Schleier, es braucht den Heiligen Geist, dass wir die Schätze sehen, die er gelegt hat: Offenbarung 3,18 »... Kaufe auch Salbe und streiche sie dir auf die Augen, damit du wieder sehen kannst.«

Stilisierte Pflaumenblüten:
Pflaumenbäume sind besonders fruchtbare Obstbäume, die zeitig zu tragen beginnen und auch im fortgeschrittenen Alter noch konstante Ernte bringen. Sie werden fast ausschließlich wegen ihrer Früchte angebaut.
Spirituelle Bedeutung: Die Pflaumenblüten stehen für Frühling, Jugend und Reinheit.  

 

 

 

 

God's Spirit broods II (der Geist Gottes brütet), Gensis (Entstehung)

Dipytychon, Dispersionsfarbe & Lack auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2014


God's Spirit broods (der Geist Gottes brütet)

Dispersionsfarbe & Lack auf Leinwand, 50 x 50 cm, 2014

Der Drei-Eine-Gott liebt es, aus dem Nichts etwas hervorzubringen - etwas Wundervolles, wo vorher nichts da war. Wie der Geist Gottes über der Schöpfung brütete, bevor sie in Existenz kam, wird in Genesis beschrieben. Genauso liebevoll-kreativ brütet er über uns Menschen. Über jedem von uns. Er liebt es, wenn wir ihm die Freiheit geben, in unserem Leben etwas hervorzubrüten, was nur ein Gott kann und kein Mensch. Manchmal benutzt er dafür unbequeme / unerwünschte Umstände.

Lernen auf den Umständen zu tanzen ist für mich ein attraktives Lebensziel. Immer wieder erlebe ich, dass das für mich nur an der Hand eines liebevollen Gottes möglich ist, der sich verpflichtet hat, für mich da zu sein. Ohne dieses Wissen und die zugehörige Erfahrung fehlt mir die nötige Souveränität und Zuversicht, die ich in schwierigen Lebensphasen so dringend benötige.

Das Bild »God's Spirit broods« (der Geist Gottes brütet) entstand, bevor Einiges begann über mir hereinzubrechen. Unbequeme Lebensbedingungen deuteten sich an, aber waren noch nicht da. Als das Werk fertig war, hatte ich noch keine Ahnung, wie sehr sein Inhalt für mich in Kürze an Bedeutsamkeit zunehmen würde. Mittlerweile sind die Schwierigkeiten da, ich lebe in Umständen, die ich mir so nicht ausgesucht hätte und Herzenswünsche sind zerbrochen, weil sie nicht mehr gelebt werden können. Ich bin sehr froh, dass ich IHN schon als einen guten Gott kennengelernt habe. Das hilft mir in dieser Zeit.

 

 

 

you better deal with your issues (du tust gut daran, wenn du deine Probleme nicht ignorierst)

Dispersionsfarbe auf Holz, 40 x 80 cm, 2013

Ein Auftrag, aus dem das Bild »du bluff« hervorgegangen war, hatte innerlich etwas in mir bewirkt. Durch mein Ja zu dieser abstrakten Arbeit hatte sich eine Experimentierfreudigkeit in mir geöffnet. Zeitgleich mit der Fertigstellung von »du bluff« bekam ich Ideen für ein neues abstraktes Werk. Ich selektierte dafür aus meinem Lagerbestand eine Holzplatte mit zugehörigem Rahmen. Die Wahl lief gezielt ab: das Format, die Art des Rahmens und Holz als Malgrund  genauso musste es sein. Es kam nichts anderes in Frage.

Die erste Idee, die ich umsetzte führte in eine Sackgasse, denn sie entsprach nicht dem, was ich mir vorgestellt hatte. Ich verwarf den Ansatz, grundierte alles noch einmal und machte mich konzeptlos an die Arbeit. Dabei ging ich unbefangen vor  wie ein Kind, dass alle Freiheit hat; das nicht unter Leistungsdruck steht; das seine Ideen, ohne an Effizienz gebunden zu sein, fließen lässt. Mitten im Schaffensprozess, den ich als belebend und erfüllend empfand, war mir nach einem kurzen Brainstorming klar, dass dieses Werk »you better deal with your issues« (freie Übersetzung: »du tust gut daran, wenn du deine Probleme nicht ignorierst«) heißen solle. Obwohl ich meinte, keinerlei Vorgaben zu folgen, tat ich es sehr wohl. Das Bild entstand experimentell und dennoch führte ein innerer Leitfaden Regie. In dem Werk habe ich Vieles ausgedrückt, was mit inneren Wunden, schädlichen Lebensmustern, etc. zu tun hat. Zudem konnte ich im Rahmen dieser Arbeit in vielerlei Hinsicht heilsame Entwicklungen durchleben:

Bis dato habe ich meiner Intuition leider oftmals misstraut, sie zu wenig beachtet, gegen sie angeredet und ihr schlichtweg nicht den Platz in meinem Leben zugestanden, den sie haben sollte. Damit meine ich nicht, dass sie alles bestimmen sollte und überall das letzte Wort haben darf  das wäre das andere Extrem. Ich hatte bisher ihr gesundes Mitspracherecht sabotiert und mir damit ständig selber geschadet. Die spielerische Entstehung des Bildes hatte therapeutische Funktion: hier fand eine Aussöhnung zwischen meiner Intuition und mir statt. Ich folgte ihr endlich einmal vertrauensvoll, ohne mir ein Sicherheitshintertürchen offen zu halten. Für die Zukunft wünsche ich mir weitere Begebenheiten, an denen ich einen gesunden Umgang mit einer Intuition einüben lerne. 

Ein weiteres: Malblockaden, die entstehen, weil man aus Ergebnis-Orientiertheit dem Schaffensprozess mit all seinen Facetten nicht seinen Raum zugesteht, sind mir bekannt. Indem ich diesmal diese freie Art des Arbeitens zuließ, habe ich der Forderung ein gutes Ergebnis produzieren zu müssen, eine Absage erteilt. Mein bisheriges Künstlerdasein habe ich unter Leistungsdruck und ergebnisorientierten Zwängen gelebt. Die bisherigen Schaffensprozesse konnte ich nur punktuell genießen. Als mir das klar wurde, rannte ich im Gebet zu Jesus. Ich drehte mich von dieser Gewohnheit unter Zwängen zu leben weg und wendete mich stattdessen Jesus zu: ich sagte Jesus, dass es mir leid tat, beim Arbeiten dem zugehört, vertraut und mich sogar dem untergeordnet zu haben, was Zwänge mir sagten, statt auf ihn, Jesus, zu hören. Ich bat ihn um Vergebung und nahm seine Vergebung an. Mit Hilfe einer prophetischen Handlung trat ich aus zwanghaft ergebnisorientiertem Malen heraus, dass mein bisheriges Leben dominiert hatte. So machte ich fest, dass diesem Zwang die Herrschaft über mein Leben entzogen ist. Ich sagte Jesus: »Ich möchte schmecken, wie es ist, unter deiner Regentschaft zu malen, statt unter der Diktatur von Leistungsdruck und Ergebnis-Zwängen. Ich kooperiere mit dir: ab jetzt werde ich mit dir eine andere Art zu arbeiten einüben.« Ich bin mir sicher, dass damit Folgendes einhergeht: in Zukunft werde ich meine künstlerische Arbeit viel häufiger genießen können. Bisher war mir durch Druck und Zwang der Blick auf das Spannende und Erfüllende in den Schaffensprozessen kaum möglich.

 

 

 

du bluff

Acryl & Dispersionsfarbe auf Leinwand, 90 x 120 cm, 2013

Deutungsimpulse mit Bezug aufs Wort Gottes:

Die Deutschlandfarben dominieren. Symbolik: Die prophetische Ebene, die uns in der Bibel nahe gebracht wird, ist in erster Linie keine persönliche, sondern eine nationale / kollektive. Dieses Kunstwerk agiert über diese Ebene, es adressiert das Kollektiv Deutschland.

»du bluff« (Bluff) – ein französischer Name für ein Bild, das sich an den Deutschen als Volksgruppe wendet, symbolisiert den Mangel an gesunder Landes-/ Volkszugehörigkeit. »Bildung« / »Intellekt« / »Eloquenz« / »verbaler Ausdruck durch ausdrücklichen Gebrauch von Fachbegriffen & Fremdwörter« scheinen dem Deutschen zur Identität geworden, allerdings ermangelt er einem Nationsbewusstsein und Nationalgefühl.
Deutschland blufft. Wie lange kann das aufrechterhalten werden?

Schwarz-Symbolik: Finsternis, Macht im Mammon*, Korruption.
(*Das Wort Mammon leitet sich ursprünglich von dem aramäischen Wort »mamona« (Vermögen, Besitz) ab. Anderer Quelle zufolge stammt es von dem aramäischen Wort »aman« ab und bedeutet das, worauf man sich verlässt. Mammon / personifizierter Reichtum / Dämon, der den Menschen zu Geiz und Habgier verführt.)
Das Herunterlaufen: es kann sich nicht an seinem Platz behaupten / die Szene weint: der Reichtum, den Deutschland anvertraut bekam, wird nicht in der Art und Weise genutzt wozu Gott ihn frei setzte – er sollte weise verwaltet, eingesetzt und genossen werden.

Rot-Symbolik: das Blut Jesu (Symbol für die Leben schaffende Kraft Gottes), welches Deutschland nötig hat. Das Herunterlaufen: es kann sich nicht an seinem Platz behaupten / die Szene weint: das Blut Jesu findet nicht in der Art und Weise Anwendung, wie es von Gott angeboten wird und der Prosperität des Landes dienen würde.
Der Leinwandrand ist rundherum mit roter Farbe bemalt: Gott hat seine Strategie nicht verändert, das Blut Jesus ist die erste / vorrangige Strategie Gottes für das Wohlergehen Deutschlands. Er bietet nach wie vor seine Leben schaffende Kraft an. Damit sie zum Vollzug kommt, benötigt es allerdings Umkehr und Ergreifen / Anwenden der Angebote Gottes.

Gold – kein leuchtendes, sondern schmutziges Gold. Gold-Symbolik: wert, begehrt zu werden / erstrebenswert. Im Bild ist das Gold trübe / unansehnlich geworden oder noch nicht geläutert. Es wurde aufs falsche Gold gesetzt: Ein vordergründig begehrenswertes Gold, ein Gold das verrottet. Deutschland, du hast das Blut Jesu nötig: da, wo du begehrenswert aussehen möchtest und meinst es zu sein, ist selbst dein Gold verrostet. Das Neue Testament spricht den Reichen an »was sammelst du Schätze, wo Motten und Rost sie zerfressen?« (Bibel, Matthäusevangelium Kapitel 6, Verse 19 - 20: »Sammelt keine Schätze hier auf der Erde! Denn ihr müsst damit rechnen, dass Motten und Rost sie zerfressen oder Einbrecher sie stehlen. Sammelt lieber Schätze bei Gott. Dort werden sie nicht von Motten und Rost zerfressen und können auch nicht von Einbrechern gestohlen werden.«)

Blau: Die Deutschlandfarben erscheinen dominant, übermächtig gegenüber dem kleinen, verschmätem, untergeordnetem, an den Rand gedrängten / am unteren Rand angesiedelten Blau. Ein einziger roter, starker Blutstrang rankt in das Blau hinein. Dieses Blau ist zwar trüb, aber nicht so beschmutzt, wie das Gold. Symbolik: Blau steht hier für himmlischen Bezug / Wirksamkeit vom Himmel: Strategien, Prophetisches, etc. – kurz alles, was Gott dem Land zum Wohlergehen und zum Umgang mit jeglicher Situation anbietet, findet keine Beachtung / ist nicht gewollt / wird von anderem dominiert und an den äußersten Rand gedrängt.